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Bericht des Feldtags am 25. Oktober in Kandern

Unter dem Titel „Vom Stoppel zum Bodenfit – doppelt gut für Boden und Ernte“ wurde sowohl in Form eines Impulsvortrags als auch anhand kleinerer Versuche über Bodenbewirtschaftung informiert.

In seinem Vortrag skizzierte Hans Koch u. a. die Bedeutung der Bodenstruktur und Humusbildung für eine verbesserte Wasserspeicherung und Trockenresilienz – eine Thematik, die gerade angesichts zunehmender Extremwetterereignisse immer wichtiger wird. Auch im Markgräflerland häufen sich Starkregenereignisse und Trockenperioden werden immer häufiger und länger. Er erklärte anschaulich, wie vor und nach der Maisernte durch gezielte Maßnahmen wie Untersaaten oder organische Rückführung die Bodenfruchtbarkeit sowie die Feldkapazität und auch die Widerstandsfähigkeit gegenüber Bodenabtrag gestärkt werden können. 

Der ursprünglich im Freien geplante Praxisteil musste aufgrund des Wetters ins Trockene verlegt werden. Dennoch konnten die Teilnehmenden Bodenproben begutachten und unter Anleitung von Hans Koch einfache Analysen durchführen – darunter pH-Wertmessungen sowie Einschätzungen der Bodenstruktur und Bodendichte. Besonders hervorgehoben wurde dabei die Bedeutung der Regulierung des pH-Werts durch gezielte Kalkung – eine früher selbstverständliche Maßnahme, die heute vielerorts in Vergessenheit geraten ist, so Koch.

Im Austausch mit den Landwirtinnen und Landwirten wurden verschiedene Möglichkeiten diskutiert, wie sich die Wasseraufnahmefähigkeit der Böden durch eine dauerhafte Bedeckung und den Einsatz von Zwischenfrüchten verbessern lässt. 

 

Das Projekt Boden. Wasser. Agroforst widmet sich der dringenden Aufgabe, Landschaften an sich verändernde klimatische Bedingungen anzupassen. Während der fünfjährigen Projektlaufzeit sollen in den fünf Landkreisen des Naturparks innovative Maßnahmen aus den Bereichen dezentraler Wasserrückhalt, humusfördernde Bewirtschaftung und Agroforst umgesetzt werden. Ziel ist es zu zeigen, wie klimaresiliente Landschaften gestaltet werden können, um landwirtschaftliche Produktivität und den Schutz von Siedlungen vor Starkregenereignissen langfristig zu sichern.

Der Feldtag war die erste öffentliche Veranstaltung im Rahmen des Projekts im Markgräflerland. Weitere Termine finden Sie zukünftig an dieser Stelle und auf der Internetseite des Projekts.

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Veröffentlichung

Mi, 12. November 2025

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